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Herrscherring

Herrscherring – Rendering und Text von Nikola Schmitt, 2020

Der Ring

Als Objekt habe ich mich für den Herrscherring aus der Filmreihe „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien entschieden. Der Ring spielt in den Filmen eine zentrale Rolle und es gilt ihm und seiner Macht zu widerstehen und nicht in seinen Bann zu verfallen. Denn sobald man den Ring ansteckt, wirkt dessen Macht, die eigenständig agiert und mit dem dunklen Antagonisten Sauron auf einer unsichtbaren Ebene verbunden ist. Der Ring an sich spiegelt also nicht das Leben wieder, sondern nur durch seine Zerstörung kann es wieder zu einem friedlichen Miteinander kommen, nur so können die Figuren überleben. So spiegelt sich auch das Thema „Survive“ in dem Ring wieder, da die Haupt-figuren versuchen, den Ring – und somit seine dunkle, verleitende Macht – zu zerstören und dabei ihm nicht selbst zu verfallen.

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Finales Rendering

Wenn der Ring in Berührung mit Feuer gerät, so erscheint eine glühende Inschrift:

„Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, Ash nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul“
„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“

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Dargestellt habe ich den Ring mit ebendieser Inschrift. Zusätzlich habe ich passend den Briefumschlag mit Wachssiegel dazu modelliert, da Frodo (der Hauptcharakter) ihn anfangs zu seinem eigenen Schutz in diesem Briefumschlag versteckte.

Setting

Als Setting habe ich mich für die Hobbithöhle entschieden. Dabei liegen Ring und Brief im Vordergrund auf dem Holzschreibtisch Bilbos. Im Hintergrund ist das rundliche, große Fenster, welches in Holz eingefasst ist, zu sehen. Den großen Bogen des Fensters halten drei senkrechte Holzstreben und es befindet sich eine kleine Fensterbank vor dem Fenster. Insgesamt habe ich die Szenerie eher schlicht gehalten, nur ein Tintenfass mit Federn habe ich noch in die Szene eingebaut. Der Fokus liegt dabei deutlich auf dem Ring und dem leicht dahinter liegenden Brief.

Texturen

Die Textur für den Tisch habe ich selbst fotografiert. Dabei diente mir der alte Schreibmaschinentisch meiner Oma. Ich habe das Foto in Photoshop bearbeitet, gekachelt und mit einer UV-Map entsprechend auf dem Tisch ausgerichtet, sodass das Muster passend im Fokus liegt. Danach habe ich noch eine Bump Map in schwarz-weiß von der Textur erstellt, um die Kerben und Rillen des alten, benutzten Materials zur Geltung kommen zu lassen. Diese kann man recht gut im unteren Bildviertel erkennen, dort wo auch der Schärfenfokus liegt.

Das Material für die Fensterscheibe und die Wände habe ich ebenfalls selbst in Blender erstellt. Nur das Material des hellen Holzes des Fensterrahmens habe ich von texturehaven.com.

Das Tintenfass habe ich mithilfe von Screw-, Solidify- und Subdivision-Modifiern modelliert und anschließend mit meinem eigenen Material, welches unter anderem aus Glossy, Glass, Transparent und Translucent Inputs besteht, belegt.

Lichtstimmung

Die Lichtstimmung habe ich sehr warm und eher gemütlich gehalten, da dies auch der Atmosphäre der Hobbithöhle entspricht. Die Szene habe ich bei Nacht dargestellt, um etwas Spannung zu erzeugen und den leuchtenden Ring besser hervorzuheben. Der Ring selbst, aus welchem ein warmes, glühendes Licht aus der Inschrift kommt, ist eine direkte Lichtquelle. In der Szenerie gibt es noch viele weitere Lichtquellen: Auf dem Tisch stehen einige sehr warme Kerzenlichter, ebenso an den Wänden links und rechts des Fensters. Zwei weitere sind im Raum verteilt, um die Szenerie passend zu beleuchten. Von draußen scheint der Mond mit seinem kalten, weißen Licht leicht durch das Fenster herein und erzeugt so eine leicht kühlere Atmosphäre, die von dem warmen Kerzenschein drinnen aber nahezu vollständig überdeckt wird. Am Fensterrahmen, der leichten Spiegelung auf der Tischplatte und den Schatten, lässt sich das Mondlicht jedoch erkennen. Durch die gegebene Lichtstimmung entsteht so der Eindruck von einer zwar gemütlichen aber trotzdem mysteriösen und spannenden Szenerie, bestehend aus hauptsächlich Braun- und Blautönen.

Ich habe einen ganzen Raum erstellt, um die Lichtstimmung möglichst akkurat wiedergeben zu können. Es war wichtig, dass der Raum geschlossen ist, sodass das Mondlicht nur durch das Fensterglas (also nur frontal) auf die Szene fällt und der gesamte Innenraum mit warmem Kerzenlicht ausgeleuchtet wird.

Kamera & Objektiv

Gerendert habe ich das Bild mit einer physikalischen Kamera und einer Brennweite von 23 mm, so konnte ich recht viel auch noch von der Umgebung und somit auch der Stimmung vor Ort aufnehmen. Der Fokus liegt deutlich auf dem Ring und die Tiefenschärfe ist relativ gering (eingestellt hier auf F-Stop 20, wirkt jedoch kleiner). Der Hintergrund ist dabei unscharf. Die Blende ist dabei mit 9 Lamellen ausgestattet.

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Referenzfoto für Lichtstimmung und Kamera

Das Foto habe ich mit meiner Canon Eos 1100D geschossen und das Objektiv hat eine Brennweite von 48mm. Die Blende habe ich aufgrund der Nahaufnahme auf f/11 gestellt um einen unscharfen Hintergrund zu erzeugen (die Blende ist trotzdem relativ klein um den Hintergrund wiederum nicht zu unscharf zu ziehen). Die Belichtungszeit beträgt 1,6s bei ISO-3200.

Software

Nikola Schmitt arbeitete mit Blender. Die Arbeit entstand im 3./4. Semester zum Thema Survival.

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