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Hannibal Lecter

Hannibal Lecter – Eine Studie über Inszenierung und Authentizität von Sandra Drösler, Bachelorarbeit 2020

Idee

Die vorliegende Bachelorarbeit dient dazu, einen Einblick in das Thema Umgang mit Gewalt in Filmen und Serien zu bekommen. Der Fokus dieser Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit dem fiktiven Serienmörder und Kannibalen Hannibal Lecter aus der Serie von Bryan Fuller. Des Weiteren wurde im Zuge dieser Bachelorarbeit die Ästhetisierung von fiktionaler Gewalt untersucht; die Serie Hannibal dient als Beispielexemplar.

Um das Phänomen der fiktionalen Gewalt und das Interesse daran zu verstehen, wurde zuerst das Phänomen der zwischenmenschlichen Gewalt erörtert. Auf Grund der Komplexität wurde das Thema Gewalt eingegrenzt und ein grober Einblick vermittelt. Häusliche Gewalt ist ein sehr vielschichtiges Phänomen, das Wissen aus verschiedenen Disziplinen der Forschung von der gesamten Thematik benötigt. Hierbei bleibt festzuhalten, dass zwischenmenschliche Gewalt, besonders in Beziehungen, ein alltäglicher Tatbestand ist, der medialer Aufbereitung bedarf.

Gewalt in den Medien ist allgegenwärtig, ob fiktional oder in realen Berichterstattungen. Besonders Medien wie Filme und Serien haben sich über ihren Entstehungszeitraum bis hin zur Moderne immer wieder der Gewalt bedient. Die Regelmäßigkeit und Intensität von Gewaltdarstellungen hat in vielen Ländern der Welt den Jugendschutz auf den Plan gerufen. Gewaltdarstellungen haben in den Medien gehen teilweise so weit, dass Trägermedien sogar beschlagnahmt wurden und eigens Gesetze erlassen wurden.

Diese aus medienschaffender Perspektive als Widrigkeiten zu sehenden Sachverhalte lassen den Trend der Gewaltdarstellungen jedoch nicht stagnieren oder gar einbrechen. Einige der gefeiertsten und einflussreichsten Regisseure unserer Zeit unter anderem Quentin Tarantino sind immer wieder in Zusammenhang mit Gewaltdarstellungen zu nennen. Ganze Genres sind berüchtigt für ihre plakative Gewaltdarstellung. Gewalt in Filmen und Serien wird als Stilmittel verwendet und dient der reinen Unterhaltung und dem persönlichen Spaß.

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Hannibal Lecter

Die Serie Hannibal ist eine sehr komplexe und vielfältige Serie, die dem Zuschauer eine hohe Auffassungsgabe abverlangt. Viele Bezüge der Gewaltdarstellung nimmt die Serie Hannibal in sich auf und zeigt diese oftmals explizit. Jedoch wird die Darstellung des Schrecklichen anhand der Machart der Serie entschärft. Es werden abstoßendste Verbrechen, darunter Verstümmelungen, Mord und sogar Kannibalismus in Regelmäßigkeit gezeigt. Diese Ungeheuerlichkeiten werden aber immer wieder durch das Spiel mit ästhetisch gesetzter Lichtstimmung, Kameraarbeit sowie einer hochwertigen Ausstattung relativiert, so dass von einer Ästhetisierung der Gewalt gesprochen werden kann.

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Die Klientin

Fotoreihe

Die von mir erstellte Fotoreihe von 7 Fotos stellt keine Kopie der Serie dar, sondern ist eine Eigeninterpretation in Anlehnung an die Serie. Der verwendete Look spiegelt sich in den Fotos wieder. Das Model, welches Hannibal Lecter darstellt, wurde in den Fotos in verschiedenen Kulissen in Szene gesetzt. Neben Hannibal tauchen weitere Charaktere auf, die ebenfalls in Anlehnung an die Figuren der Serie fotografiert wurden.

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Die Solistin

Technik

Für die Fotos wurde die Vollformatkamera von Nikon D700 verwendet, außerdem die Objektive

  • Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G
  • Tamron 24-70 mm f/2.8 Di VC USD

Um gewisse Lichtstimmungen erzeugen zu können, wurden zwei Viltrox L116 LED-Leuchten mit verstellbarer Lichtstärke und Farbtemperatur genutzt. Als Spitzlicht für Konturen oder auch allgemeine Beleuchtungen wurde eine LS-120t von Aputure verwendet. Alle anderen Lichtquellen waren Available Light wie Tageslicht oder kleinere Lampen innerhalb der Wohnungen. Hiervon erhoffte ich mir, einen natürlichen, ehrlichen Look zu erzeugen.

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Die Opernsängerin

Fotos und Text von Sandra Drösler, 2020

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