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Spielzeugelefant

Spielzeugelefant von Lena Igelbrinck, Computergrafik, 2018.

Seit August 2017 wurden mehr als 700 000 Rohingya zur Flucht nach Bangladesh gezwungen. [Die Zeit]  Lena Igelbrinck hat die Tragödie in Myanmar zum Anlass für ihr Bild genommen. Sie hat sich folgende fiktive Geschichte ausgedacht:

Hanida Begum gehört zu den Rohingya, die in Myanmar vor Mord und Brandschatzungen fliehen. Sie berichten von riesigen Rauchsäulen und zahlreichen niedergebrannten Gebäuden. Kurz vor dem rettendem Ufer von Bangladesch kenterte das Boot. Die Flüchtlinge aus Myanmar stürzten ins Meer. Unter ihnen Hanika Begum mit ihren 40 Tage alten Zwillingen. Nach dem einer der Beiden gerettet wurde, sucht sie verzweifelt nach ihrem anderen Sohn, Abdul Masood. Sie fand lediglich einen leblosen Körper, den sie schluchzend lange im Arm hielt, immer wieder küsste und fest an sich drückte.

Das Bild des Babyspielzeuges soll zeigen, dass auch Babys und Kinder solche schrecklichen Situation wie die Flucht mitmachen müssen und wie viele Eltern ihre Kinder auf solchen Wegen zurücklassen müssen. Diese Kinder können nicht einmal würdevoll beerdigt werden, da viele im Meer ertrinken und keine Chance besteht, diese weiterhin mitzunehmen. Das Spielzeug ist das einzige, was der Mutter von ihrem toten Baby geblieben ist. Sie besitzt keine Fotos, keine Klamotten, keine Kuscheltiere oder anderes von ihrem toten Baby. Das Spielzeug soll zeigen, wie schlimm es ist, wenn dies das einzige ist, was über bleibt.

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Diese Arbeit entstand im WS 2017/18 im Fach Computergrafik 1 zum Thema Flucht mit Autodesk 3ds Max und wurde mit V-Ray gerendert.

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